Die 25. Woche

Die 25. Woche startete nicht so toll. Eigentlich sollte die Vorsorge bei 24+0 ja ein freudiger Termin sein. Aber irgendwie war es dass dann doch nicht, wie man hier nachlesen kann.

Aufgrund dieses Besuches entschloss ich mich meinen Frauenarzt zu wechseln. Abends redete ich mit Herr Nord und er stimmte mir zu, ich solle doch am nächsten Tag mal rumtelefonieren ob mich wer nimmt.

Ein Anruf bei meiner alten Ärztin, die mich schon in der Schwangerschaft mit dem Butscher betreut hat, brachte dann eine frohe Nachricht: Ich bin Willkommen und bekam gleich für die erste Oktoberwoche einen Termin. Das ist zwar für mich etwas umständlich, denn ohne Auto komme ich da kaum hin. Mit ÖPNV sind es Minimum 1h 30 Min. und das auch nur wenn ich das Glück habe dass die Busse fahren und zudem pünktlich sind. Und ich muss das alles so planen dass ich den Butscher auch noch pünktlich aus dem Kindergarten abholen kann. Dörfer eben. Kaum aus der Großstadt raus, bis du am Arsch der Welt. Aber das ist es mir wert wenn man mich dann nicht nur belächelt und mich ernst nimmt.

Ansonsten war ich in der 25. Woche einfach nur weiterhin krank. Elends krank. Ich nieste, ich hustete und mein Beckenboden verabschiedete sich langsam aufgrund der Belastung durch das Husten und die Schwangerschaft. Nicht sehr schön und nicht angenehm. Und ja, ich hab mir Einlagen für Blasenschwäche gekauft. Sonst wäre das nicht gut gegangen. Isso. Braucht man nicht schön reden und nicht verschweigen 😒 Für mehr Realität im Internet und so.

Es ist auch ziemlich viel Haushalt liegen geblieben. Schwanger und rotzekrank sein ist nicht gerade die beste Voraussetzung irgendwas zu tun. Da will man eigentlich nur rumliegen und hoffentlich bitte bald eine Wunderheilung erfahren. Auch wenn es einen ziemlich ankotzt wie es zuhause aussieht. Zum Glück ist mein Mann da ein echtes Goldstück und hat mich auch die Woche beim Essen kochen entlastet. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr was wir alles gegessen haben, aber es war unter anderem auch Pizzadienst und KFC dabei 🙈 Das war vielleicht auch zu eine gewissen Teil Selbstschutz seinerseits. wer will schon Essen gekocht bekommen von jemandem der nichts schmeckt? Das kann dann ja nur schief gehen *hüstl* Ich war ihm jedenfalls sehr dankbar dafür.

Meine Stimme war leider die ganze Woche ebenfalls verschwunden, was meinen Mann dazu veranlasste mich dauernd damit aufzuziehen. Zum Beispiel mit Sprüchen wie „Hör auf zu reden, soll ich mal aufnehmen wie du dich anhörst?“ oder „Ich wusste gar nicht dass ich mit *irgendein männlicher Schauspieler dessen Namen ich vergessen hab* verheiratet bin!“

Gute Nachrichten gab es in dieser Woche aber auch. Dazu aber ein anderes Mal mehr. Ich darf was testen. Was großes. Und ich werde dann bei Zeiten im Blog darüber berichten. Übrigens unbezahlt und gar nicht für den Blog vorgesehen. Eigentlich hat es mit dem Blog nämlich nichts zu tun, aber ich würde es halt gerne hier ausführlich berichten. Daher könnt ihr davon ausgehen dass es nichts bezahltes ist oder ich irgend einen Mist vorlüge 😉 Leider ist es noch nicht da, ich hypnotisiere seit Tagen das Telefon in der Hoffnung dass es klingelt und die Spedition sich meldet. Leider hat man mir den Gefallen bis jetzt nicht getan.

Zudem war ich am Mittwoch Babysachen stöbern bei Eltern eines Kindergarten-Freundes des Butschers. Abgestaubt habe ich Bodys, Oberteile, eine Wärmelampe für den Wickeltisch und eine ganze Tüte voller Socken in allen Größen. Wieder was zum abhaken! Aber es ist noch soooo viel zu tun und zu besorgen 😩

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Die 24. Woche

Heute: SSW 25 / 24+2

Die 24. Woche startete mit ganz viel Husten, Schnupfen und einem blöden Elendsgefühl. Ich war richtig fett krank.

Und wenn ich eines hasse, das hatte ich hier schon mal thematisiert, dann ist es kranksein in der Schwangerschaft. Weil man es im Prinzip einfach ertragen muss. Weil man fast keine Medikamente nehmen kann. Und weil man selbst bei Hausmittelchen erst mal schauen muss „Was ist drin? Beeinflusst es die Schwangerschaft?“ – Denn im Gegensatz zur oft gehörten Meinung „Homöopatische Mittelchen sind immer okay“ – ist das eben nicht so. Denn gerade viele Kräuter sind je nach Menge auch in der Schwangerschaft bedenklich. Da gibt es diverse Listen im Internet. Und dazu gehören leider gerade Hustenkräuter. Da muss man aufpassen welche BonBons man lutscht, wie viel davon, was im Tee ist, was im pflanzlichen Hustensaft drin ist etc. pp.

Ich kochte mir Zwiebeln mit Kandis. Ein altes Hausrezept was mir schon meine Oma verabreichte. Half leider nicht wirklich.Der Husten wurde immer schlimmer. Am Mittwoch war ich dann in der Apotheke. Eigentlich wegen dem Hund, denn der hatte ungebetene Gäste (Flöhe) mitgebracht. Aber wo ich halt schon mal da war, konnte ich ja gleich was für mich mitnehmen.

Leider war die Apothekerin schon mit dem Flohzeug überfordert. Denn ich sagte: „Bitte kein Frontline! Der Hund verträgt das nicht. Da bekommt er Ekzeme“ – wir hatten deshalb früher immer Advantix, aber das gibt es nicht mehr frei erhältlich. Nur noch gegen Rezept. Und jetzt nur wegen Flöhen mit dem Vierbeiner krank und hustend zum Tierarzt, muss ich auch nicht unbedingt haben. Die Apothekerin wühlte und wühlte.. kam dann mit zwei Flohhalsbändern wieder. Ich lehnte ab. Ich will die Dinger nicht. Zum einen kaum nützlich bei einem Langhaar-Hund, zum anderen teilweise bedenklich bei Kindern und in der Schwangerschaft. Ich hab auch keine Lust mir ständig die Hände zu waschen weil ich den Hund angefasst habe! Zudem stinken die Dinger meist ziemlich. Da gibts bessere Mittelchen.

Sie kam dann wieder mit „Advantage“ – wie Advantix und Frontline eine Lösung zum Auftropfen. Laut Packungszettel gibt es auch keine Wartezeit zum Anfassen. Fand ich gut. Genehmigte ich.

Ich nahm dann für mich noch nach einigem Hin und Her Hustensaft „Phytohustil“ und Nasentropfen „Olynth für Säuglinge“ mit. Wer sich jetzt bei den Nasentropfen entsetzt vor die Brust schlägt: Keine Sorge. Sooo schlimm sind Nasentropfen nicht. Siehe Embryotox. Auch wenn sie eine Gefäß verengende Wirkung haben. Das Erstickungsgefühl bei einer verstopften Nase ist als Schwangere viel schlimmer. Und das durch den Mund atmen nicht gerade förderlich für den Husten. Die Nasentropfen füllte ich zuhause um in eine leere Nasensprayflasche und verdünnte sie nochmals mit Wasser. So habe ich jetzt eine ca. 0,15% Lösung. Die reicht vollkommen aus für eine freie Nase ab und zu. Und ich benutze das vielleicht zwei Mal am Tag.

Der Hustensaft war ein voller Erfolg. Obwohl es ein Hustenreizstiller ist, war es genau der richtige. Er nahm mir den übermäßigen Hustenreiz und ich konnte wieder einigermaßen ruhig schlafen. Am nächsten Tag hatte ich endlich die Kraft den Schleim abzuhusten. Was eine Erleichterung! Bis zum Wochenende war der Schleim komplett weg.

Leider verabschiedete sich über die Woche auch langsam meine Stimme. Die ist bis heute immer noch nicht richtig da bzw. sie verschwindet auch immer wieder, wenn ich gerade denke es geht endlich bergauf.

Das hat unter anderem leider auch mit dem Erbrechen zu tun. Nicht gerade toll für sowieso schon angegriffene Stimmbänder. Der Husten hat den Brechreiz noch verstärkt, so dass ich mich diese Woche fast täglich übergeben musste. Es nervt sehr. Es schränkt vor allem ein. An einem Tag hing ich gerade über der Toilette, als ich eigentlich los musste um den Butscher vom Kindergarten abzuholen. Sehr ungünstiger Zeitpunkt. Aber andererseits habe ich auch nicht gerade das Verlangen danach mich öffentlich zu übergeben.

 

So viel zu den Krankheiten und Zipperlein. Ansonsten war die Woche recht unspektakulär. Ich habe sämtliche vorhandene Babykleidung gewaschen und nach Größe sortiert verräumt.

Und dann habe ich am Wochenende angefangen meine persönliche Babyliste zu erstellen. Die Listen die man im Internet findet sind teilweise echt ein Witz! Auf der Liste von familie.de steht zum Beispiel nur je 3 Bodys und 2 Strampler in Größe 56 und 62 😂 Ich habe vollsten Respekt für alle die mit dem bisschen auskommen. Vor allem im Wochenbett wo man halt auch mal eher was liegen lässt und NICHT täglich die Waschmaschine laufen hat oder Lust hat gleich in der ersten Woche los zu rennen um weitere Sachen zu kaufen. Ich bin da eher bei 5-8 Stramplern und Oberteilen und 10 Bodys. Dazu noch je 2-3 Wickelhemdchen und Strampelhosen sowie weitere Jahreszeitspezifische Sachen wie Winteroverall.

Die teuersten Anschaffungen sind alle schon abgehakt. Jetzt fehlen nur noch die kleineren Sachen wie eine neue Matratze und Bettwäsche für den Kinderwagen, Kleidung, Wickeltisch- und Still-/Fütteraustattung. Da kommt am Ende auch noch mal eine schöne Summe zusammen. Kleinvieh macht auch Mist, wie man so schön sagt 😉

Die fünfte VU und ganz viel Ärger

Heute: SSW25 / 24+0

Juhuuuu, eigentlich sollte ich mich freuen! Es ist Wochenwechsel und Monatswechsel. Ich bin jetzt in der 25. Woche und somit im 7. Monat angekommen. Toll, nicht?

Tja.. ne. Irgendwie nicht. Heute morgen hing ich zur Feier des Tages würgend überm Waschbecken. Auf leeren Magen. Yeah… nicht. So startet der Tag voll gut. Vor allem weil das mit der Übelkeit allgemein etwas schlimmer geworden ist. Vielleicht auch durch die Husterei, das weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall blieb auch schon das Abendessen am Samstag nicht bei mir und die Tage davor war auch mal „Kloschüssel liebhaben“ angesagt.

Wobei es nicht so ist, dass ich jetzt tagtäglich und vor allem nicht mehrmals erbreche. Es ist so alle 2-3 Tage einmal. Keine Hypermesis. Aber auch nicht schön. Vomex habe ich mittlerweile schon probiert. Das fiel mir zufällig in die Hände, hatte Herr Nord bei der letzten Magen Darm Grippe bekommen. Leider half es überhaupt nicht. Hätte ich auch Traubenzucker futtern können. Hätte den selben Effekt gehabt. Da ich das Zeug in der ersten Schwangerschaft bei den zwei Tagen extremer Übelkeit (und da blieb wirklich gar nichts drin, da war wirklich erbrechen ohne Ende angesagt!) schon intravenös bekam und es da ebenfalls absolut gar nicht gewirkt hat, gehe ich davon aus dass ich gegen den Wirkstoff immun bin bzw. mein Körper darauf einfach nicht anspricht. Daher hatte ich mich dazu entschieden, wenn ich Montag VU bei der Hebamme in der Praxis des Frauenarztes habe, auch gleich zu fragen ob ich die Ärztin sprechen kann.

Gesagt, getan. Die Arzthelferin meinte dann zu mir meine Ärztin wäre nicht im Hause, aber ich könnte mit dem Herrn Doktor sprechen (Gemeinschaftspraxis dreier Ärzte). Fand ich gut. Vor allem da meine Ärztin bezüglich der Übelkeit bisher eher desinteressiert war und das zwar zur Kenntnis nahm, aber mehr auch nicht. Da kam nie was. Weder Tipps wie ich das eventuell bessern könnte, noch hat sie irgendwann mal erwähnt was man tun könnte wenn es nicht besser oder gegebenenfalls sogar schlimmer wird. Mein Mann hat sich schon bei beiden Untersuchungen bei denen er dabei war beschwert dass die Ärztin doof sei, sehr gleichgültig, desinteressiert etc. Sie hat sich ja auch nicht wirklich bemüht bei den Ultraschalluntersuchungen das Geschlecht herauszufinden und so was. Auch hatte sie mir letztes Mal schon Vorwürfe wegen dem Gewicht gemacht. Absolut ohne Grund. Aber ich habe hier wenig Auswahl und das ist vor allem die einzige Praxis, die ich alleine erreichen kann ohne stundenlange Wege auf mich zu nehmen. Ich hoffte daher dass der Arzt etwas anders wäre.

Nach dem Hebammengespräch – Die Hebamme stimmte mir übrigens zu dass ich ein Medikament bekommen sollte – musste ich auf den Arzt warten und kam dann auch fix ins Sprechzimmer. „Das ist die Übelkeit?“ fragte er die Arzthelferin. Jaaaa, ich bin die Übelkeit. In Person 😒

Er schaute sich meinen Mutterpass an, guckte in die Akte und ich erzählte ihm währenddessen dass die Übelkeit mehr wird, dass ich das in der ersten Schwangerschaft gar nicht hatte und dass mit Vomex.

Erste Frage: „Hatten sie die Tabletten oder Zäpfchen?“

„Tabletten. Und Infusion. Half beides absolut gar nicht.“

„Dann schreib ich ihnen die Zäpfchen auf.“

Oooookay… 😳 Ich glaube zwar dass das Verschwendung ist, aber ich lass mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen. Versuch macht kluch. Ich dachte wir wären dann fertig. Aber dann meinte er „Sie haben ja abgenommen“

„Ja, das war schon in der ersten Schwangerschaft so. Können sie ja im Mutterpass nachsehen, da ist die erste Schwangerschaft ja auch drin. Die damalige Ärztin meinte das wäre vollkommen okay, da ich ja Übergewicht habe. So lange sich das Baby normal entwickelt und ich nicht hungere müsste ich mir keine Sorgen machen“

Sah der Arzt anders. Sah meine Ärztin ja auch anders. Ich soll mich jetzt täglich wiegen und noch vor der nächsten VU wieder kommen wenn es weniger wird. Äääääh?! 😳😳😳

Soll ich jetzt zaubern? Soll ich mich beim Mäckes oder Konkurrenz einmieten und da täglich mehrmals essen? Wie soll ich denn zulegen, wenn ich doch schon viel esse (ud wir essen nict nur gesund 😉 ) Es ist nicht viel Abnahme. Okay.. es sind 6,5kg inzwischen, aber die Abnahme erfolg eigentständig und stetig, nicht von heute auf morgen und ich mache auch keine Diät oder hungere! Es wird stetig weniger und wenn das Kind grad wächst auch mal ein halbes Kilo mehr, ich wiege mich ja zuhause auch immer mal wieder.  Ich esse viel und oft. Keine großen Portionen, die passen nicht ins Bäuchlein. Aber ich esse gut! Und ich erbreche mich ja auch nicht täglich, auch nicht mehrmals. Und das Kind ist zeitgerecht entwickelt, sowohl vom Gewicht als auch von der Größe, es gibt genug Fruchtwasser. Also wozu die Sorge? Und wieso fand meine alte Ärztin das okay? Google sagt auch es ist okay so lange man dann kein Untergewicht hat oder das Baby darunter leidet/nicht zeitgerecht entwickelt ist.

Mir wurde weder erklärt wie ich das Gewicht halten/zulegen soll, noch was gemacht wird oder untersucht werden soll wenn es weniger wird. Und das wird ja sehr wahrscheinlich passieren. Ich kann doch jetzt nicht ununterbrochen Sachen in mich reinstopfen?!!! Dafür hab ich gerade das Gefühl komplett im Wald stehen gelassen zu werden. Vor allem beruhigt mich das alles jetzt absolut nicht, sondern jetzt rege ich mich noch obendrein auf und mache mir Sorgen. Ist ja auch nicht gerade zuträglich für die Übelkeit. Ich bin ziemlich enttäuscht und fühle mich alles andere als gut aufgehoben, betreut und beraten in dieser Praxis. Ich denke ich werde den Arzt bzw. die Praxis wechseln.